Verschiedene Schuhtypen für verschiedene Berge

 

 

 

 

 

 

Über den genauen Schuhtyp entscheidet das voraussichtliche Einsatzgebiet. Seit etwa 20 Jahren klassifiziert man Trekkingschuhe nach den vier Kategorien A, B, C und D. Wanderschuhe der Kategorie A sind ausgelegt für einfache Wege, die Kategorie D entspricht hochalpinen bergsteigerischen Herausforderungen.

Für einfache Wanderungen in Mittelgebirgen, den Voralpenregionen oder in ebenen Gebieten sind also Schuhe der Kategorie A bzw. A-B geeignet. Sie müssen nicht zwangsläufig knöchelhoch sein, sollten aber die Gehbewegung ausreichend unterstützen und guten Halt geben. Die Sohle ist nicht komplett steif und kaum für wegloses Gelände ausgelegt.

Höhere Ansprüche auf Touren in mäßig schwierigem Gelände und nur gelegentlichen kurzzeitigen Ausflügen ins Hochgebirge erfüllen Schuhe der Kategorie B bzw. B-C. Die Umgebung ist geprägt durch felsigen Untergrund, schlechte Pfade und längere Wegstrecken. Ein knöchelhoher Schaft sorgt für Stabilität und Schutz vor Verletzungen im Fußbereich. Einige Schuhmodelle können unter Umständen bedingt steigeisenfest sein. Die Sohle ist zunehmend torsionssteif, ermöglicht jedoch noch immer ein ergonomisches Abrollen.

Schuhe der Kategorie C sind in jedem Fall bedingt steigeisenfest und für Hochgebirgstouren, Gletschertouren oder ausgedehnte Trekkings geeignet. Der Schaft reicht in jedem Fall über den Knöchel. Die Sohle ist steif und hat hinten einen festen Sohlenrand, über den die Steigeisen am Schuh befestigt werden. An der Schuhspitze fixiert man die Steigeisen mit einem Kunststoffbügel. Für die allermeisten alpinen Unternehmungen im Freizeitbereich genügen C-Stiefel völlig.

Für Mixedklettereien, Eiswände und klassische Extremtouren wurden Schuhe der Kategorie Dentwickelt. Sie sind voll steigeisenfest mit Sohlenrand vorne und hinten, haben eine steife Sohle und werden allen Herausforderungen gerecht. Die meisten Freizeitwanderer werden kaum in Kontakt mit dem Gelände kommen, in dem diese Stiefel ihr ganzes Leistungsvermögen ausspielen. In Einzelfällen sind Schuhe dieser Kategorie auch als Hartschalenschuhe mit herausnehmbaren Innenschuhen konstruiert.

Generell sind die Kategorien Enscheidungshilfen, die jedoch der kritischen Überprüfung bedürfen. Im Zweifel sollte die Wahl auf den festeren Schuh fallen – schließlich ist kaum absehbar, in welchem Gelände genau man sich zu späterer Zeit bewegen wird. Zusätzliche Festigkeit (und damit ein höheres Maß an Trittsicherheit) bietet außerdem Sicherheitsreserven.

 

 

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